Domchor sucht Sängerinnen und Sänger

Nach der Sommerpause startet der Hildesheimer Domchor in eine neue Probenphase, in der zwei besondere Werke ganz unterschiedlicher Epochen erarbeitet werden. An der Mitarbeit Interessierte – im Idealfall im Alter zwischen 20 und 70 Jahren –, die die nötigen musikalische Vorkenntnisse mitbringen, sind herzlich eingeladen, die Proben ab dem 8. August 2024 zu besuchen und sich an den Aufführungen zu beteiligen.

Der Hildesheimer Domchor bei einer Probe. Foto: Heidrich / bph

Der Hildesheimer Domchor bei einer Probe. Foto: Heidrich / bph

Geplant sind die folgenden Aufführungen:

„KRÖNUNGSMESSE“ von Wolfgang Amadeus Mozart am 25.12.2024

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) gilt als einer der genialsten Vertreter der Komponistenszene weltweit. Mindestens 626 Werke (Lieder, Kanons, Kammermusik, Sinfonien, Opern, Kirchenmusik) sind bereits erschlossen. Frühe Kompositionen schuf er bereits im Alter von 5 Jahren, sein letztes Werk – das Requiem in d-Moll KV 626 – blieb unvollendet. Noch auf dem Totenbett hat er daran gearbeitet. Er hat sich in vielen Bereichen des musikalischen Schaffens getummelt. Allein im Bereich der Messkomposition finden sich derer 17. Eine davon, die sogenannte „Krönungsmesse“ (Missa C-Dur KV 317) geschrieben für 4 Solosingstimmen, gemischten Chor und farbig besetztes Orchester (Streicher, Oboen, Hörner, Trompeten, Pauke, Basso continuo), wird in der feierlichen Bischofsmesse am ersten Weihnachtstag im Hildesheimer Dom musiziert. Die Fertigstellung der Komposition erfolgte im März 1779. Der 23jährige Mozart hatte das Werk vermutlich für die Messfeier am Ostersonntag desselben Jahres im Salzburger Dom geschrieben. Unmittelbar nach Mozarts Tod wurde die Messe KV 317 zur bevorzugten Komposition für Gottesdienste bei Kaiser- und Königskrönungen sowie bei Dankgottesdiensten. Zum ersten Mal dürfte sie im Rahmen der Krönungsfeierlichkeiten für Kaiser Franz II. verwendet worden sein. 

ORATORIUM „LUX IN TENEBRIS“ von Helge Burggrabe am 21., 22. und 23.3.2025

Helge Burggrabe wurde im Jahr 1973 geboren und lebt in Fischerhude. Er komponierte für das 1.200jährige Jubiläum des Bistums Hildesheim (2015) das zweistündige Oratorium „Lux in tenebris“, das die Stufen von Entfremdung zu Hass bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen erlebbar macht. Es entwickelt mit Kernaussagen des Neuen Testaments die Vision eines anderen Miteinanders. Die Wiederaufnahme dieser großartigen Komposition steht im Zusammenhang mit den aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen in vielen Bereichen unserer Erde. Die Aufführungen erfolgen um den Tag der Zerstörung Hildesheims im 2. Weltkrieg, der sich am 22. März 2025 zum 80. Mal jährt. Gemeinsam mit der Kantorei St. Michael, der erweiterten Mädchenkantorei des Domes, dem Kammerchor und der Schola Gregoriana der Hildesheimer Dommusik, mit vier Vokalsolisten, Instrumentalisten und der Film- und Bühnenschauspielerin Julia Jentsch wird das Werk im Beisein des Komponisten aufgeführt.

Interessenten melden sich bitte bis zum 15. Juli im Büro der Hildesheimer Dommusik, telefonisch 05121/307-354 (Frau Sanita Buß) oder per E-Mail dommusik@bistum-hildesheim.de