Jazziges Konzert im Geiste Bachs

Jazzige Musik im Geiste von Bach gibt es am Freitag, 16. Oktober, im Hildesheimer Dom mit dem Daniel-Schmahl Quintet zu erleben. Freuen Sie sich auf einen Chat der besonderen Art, auf ein Gespräch über die Zeiten hinweg, bei dem Johann Sebastian Bach lebendig wird als ein leidenschaftlicher, lebenslustiger und verblüffend lässiger Mensch unserer Zeit. So haben Sie Bach noch nicht gehört.

Das Daniel-Schmahl-Quintet gastiert im Hildesheimer Dom.

Das Daniel-Schmahl Quintet gastiert im Hildesheimer Dom. Foto: Daniel-Schmahl-Quintet

Daniel Schmahl und der Organist Johannes Gebhardt haben ihre musikalischen Wurzeln in Leipzig und fühlen sich schon deshalb der Musik des großen Thomaskantors tief verbunden. Auf ihrem 2005 erschienenen Album „Back To Bach“ haben sie den Kontinent Johann Sebastian Bach aus verschiedenen Richtungen entdeckt: Sie reisten an aus den Tiefen der Romantik, der Coolness des Jazz und dem Übermut des virtuosen Spiels.

Auf ihrem neuen Album „Chattin with Bach“, das die Grundlage dieses Konzertes bildet, ziehen sie nun aus dem fruchtbaren Boden dieses Kontinents die buntesten Blumen und köstlichsten Früchte. Dabei werden sie unterstützt, angeregt und befeuert von ihren Freunden Matthias Zeller (E-Violine), Wolfram Dix (Percussion), Jan Hoppenstedt (Bass).

Die Musik des Orgelvirtuosen, Kapellmeisters und Kantors Johann Sebastian Bach gilt als Inbegriff großer, handwerklich perfekter, nicht mehr zu verbessernder Musik. Trotzdem, oder gerade deshalb, war sie schon für ihren Schöpfer Gegenstand permanenter Umarbeitung und Neufassung, und sie ist es seitdem für Generationen von Komponisten und Interpreten geblieben. Insbesondere ihr rhythmischer Drive hat viele Jazzmusiker zu eigenen Versionen inspiriert. Daniel Schmahl und das von ihm gegründete Ensemble ruhen sich gleichwohl auf dieser Tradition nicht aus. Als Grenzgänger zwischen Klassik und Jazz, als begnadeter Sänger auf Trompete und Flügelhorn gelingt Daniel Schmahl eine traumwandlerisch stilsichere Fortspinnung Bachscher Melodik und Formkunst in die Welt des Jazz hinein. Ob er eine der schönsten Melodien, das „Bist du bei mir“ aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach variiert, ob er zusammen mit Johannes Gebhardt die motorische Elementargewalt der „Dorischen Toccata“ für Orgel aggressiv verschärft, oder den Schlusssatz des Zweiten Brandenburgischen Konzerts in ein glücklich schwingendes Engelskonzert verwandelt: Sein Zugang ist stets äußerst virtuos, kantabel und fantasievoll. So haben Sie Bach noch nie gehört – aber so werden Sie ihn immer wieder hören wollen!

Das vollständige Programm des Abends