Neue Standorte für die Domkunstwerke

Alte Schätze, neue Orte: Der Dom ist entlang der herausragenden Ausstattungsgegenstände und zentralen Orte des Gottesdienstes neu geordnet worden.

Zur Sanierung des Doms gehörte auch eine Neuanordnung der Kunstwerke in der Bischofskirche.

Zur Sanierung des Hildesheimer Doms gehörte auch eine Neuanordnung der Kunstwerke in der Bischofskirche.

Fachleute sprechen in Bezug auf die Neuanordnung von liturgischen Achsen, die mit dem Kirchenbau korrespondieren. Die Hauptachse erstreckt sich von Westen nach Osten. Sie beginnt mit der bronzenen Bernwardtür, die von der westlichen Außenwand an ihren ursprünglichen Platz in der östlichen Abschlusswand des Westparadieses zurückgekehrt ist. Darüber ist die neue Orgel angebracht.

Die Achse setzt sich fort mit dem romanischen Taufbecken und dem Heziloleuchter, der wieder an seinem jahrhundertelang angestammten Platz im Mittelschiff aufgehängt ist. Der Altar, der Ambo, der aus der benachbarten ehemaligen Antoniuskirche zurückgekehrte Thietmarleuchter und die Irmensäule mit dem neuen Bergkristallkreuz schließen die Achse im Hochchor ab.

Eine weitere Achse verläuft darunter mit der Krypta. Hier befindet sich das Gründungsreliquiar des Bistums Hildesheim, das Gnadenbild mit der Muttergottes, der Godehardschrein und die neue Bischofsgrablege mit den Grabnischen der verstorbenen Hildesheimer Bischöfe Joseph Godehard Machens, Heinrich Maria Janssen und Dr. Josef Homeyer (Umbettung aus St. Godehard am 2. November 2014).

Der näher zur Gemeinde gerückte Hauptaltar des weltweit anerkannten Künstlers Ulrich Rückriem befindet sich genau über dem Godehardschrein in der Krypta.

Der Epiphaniusschrein, der die Reliquien der Dompatrone birgt, findet seinen Platz in der Wandnische im nördlichen Querhaus über der Cäcilienkapelle. Er stand bis zur Domsanierung unter der Altarplatte des alten Hauptaltars.
Die Christussäule ist nach der Umgestaltung des Kirchenraums an ihren Platz im südlichen Kirchenschiff zurückgekehrt.

Die um 1430 entstandene Tintenfassmadonna wurde restauriert und befindet sich am linken Pfeiler des Hochchores. Weitere kostbare Ausstattungsstücke haben in den gotischen Seitenkapellen mit ihren Kreuzgratgewölben ihren Platz.